#119: Wohnen oder Skyline? Zur Hochhaus-Abstimmung in Zürich
Shownotes
Ende September wird in Zürich über zwei Vorlagen zu den für Hochhäuser erlaubten Bauzonen abgestimmt. Die Entscheidung hat sozial- und umweltpolitische Konsequenzen. Können Hochhäuser Wohnen leistbarer machen?
Abstimmung am 27. September: Verdichten neue Hochhäuser, oder verdrängen sie? Das musst du zur Abstimmung wissen Braucht Zürich eine Skyline? Schaffen Hochhäuser mehr Wohnraum? Und können sich Zürcher:innen mit normalen Löhnen die Mieten leisten? Vor der Abstimmung am 27. September zu den Hochhausrichtlinien beantworten wir hier die wichtigsten Fragen. Von Dominik Fischer
«Kein Verdichtungsinstrument» – Politik diskutiert neue Richtlinien für Hochhäuser Der Gemeinderat debattiert neue Richtlinien für Hochhäuser. In wie vielen städtischen Gebieten diese erlaubt werden, hat grossen Einfluss auf den Wert der Grundstücke und somit darauf, wie viele Leerkündigungen auf Mieter:innen zukommen werden. Von Dominik Fischer
Abstimmung am 27. September: Von all den schönen neuen Hochhäusern sehen du und ich nur den Schatten Wo sollen künftig Hochhäuser stehen, wie viele, wie hoch, und wie teuer? Neben all diesen Fragen geht es am 27. September auch darum, wer die Hoheit über die Stadtentwicklung haben soll: die Stadt selbst, oder Investor:innen. Ein Kommentar. Von Dominik Fischer
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00:00:02: Hörkombinat, Politik.
00:00:04: Es kombinieren Dominik Duseck und Elvira Isenring.
00:00:09: Heute?
00:00:10: Wohnen oder Skyline?
00:00:13: Zürich.ch beschäftigt sich mit den Bauzungen für Hochhäuser in Züri.
00:00:25: Schon wieder befassen wir uns hier im Hörkombinat mit dem Thema Wohnpolitik – das Thema bleibt brisant!
00:00:30: In den oberen Ballungszentren herrscht anhaltende Wohnkrise.
00:00:34: Besonders betroffen ist die Stadt Syrich.
00:00:36: Die Lehrwohnungstiffer liegt hier bei nur Nullkommar einseins Prozent.
00:00:40: Anders gesagt, auf dem Psychowohnungsmarkt gibt es praktisch keine freien Wohnungen mehr – schon gar keine bezahlbaren!
00:00:47: Es braucht dringend mehr Wohnungen.
00:00:48: Doch die Stadt Sürich ist heute praktisch komplett überbaut.
00:00:52: Was also tun wenn am Boden kein Platz mehr bleibt?
00:00:55: In die Höhe
00:00:55: bauen?!
00:00:56: Es gibt Handlungsbedarf, doch die Politik ist sich uneins.
00:00:59: Deshalb kommt es nun zur Abstimmung.
00:01:01: Am siebenundzwanzigsten September entscheiden die Staatshücherinnen über eine Teilrevision der kommunalen Bau- und Zonenordnung – kurz BCDO mit dem Titel Hochäuser und Gegenvorschlag Die Bezettoregelt wie Grundstücken der Stadt Zürich gebaut und genutzt werden dürfen, soweit nicht übergeordnetes eidgenössisches oder kantonales Recht greift.
00:01:21: In dieser Teilrevision geht es konkret darum wo in der Stadt künftig wie hohe Hochhäuser entstehen dürfen.
00:01:27: Zur Abstimmung kommen zwei Vorlagen eine vom Gemeinderat dem Stadtparlament und einen gegen Vorschlag vom Stadtrat – der Stadtregierung.
00:01:35: Es geht unter anderem um die Frage welche Höhen wo erlaubt sein sollen.
00:01:40: Apropos Höhen.
00:01:41: Zurzeit ist der Primetower, das höchste Gebäude in der Stadt mit einer Höhe von hundertzechsundzwanzig Metern.
00:01:47: Unabhängig von den beiden Vorlagen wird er bald durch weitere Türme übertrumpft werden.
00:01:52: Die zwei geplanten Hartum-Türme werden ganze hundertseinhalb Meter hochwerden.
00:01:57: Die stadtzürche Stimmbefölkung hat sich in mehreren Abstimmungen nicht nur für den Bau des daneben fast schon niedlich wirkenden Fußballstadions ausgesprochen sondern eben auch für den Baut dieser beiden Hochhäuser.
00:02:08: Worum geht es bei den Vorlagen, über die wir bald abstimmen?
00:02:11: Lösen Hochhäuser die Wohnkrise.
00:02:13: Für wen sind Wohnungen in Hochhäusern gedacht?
00:02:16: Zürich Redakte.
00:02:17: Dominik Fischer schreibt regelmäßige Überwohnt-Themen.
00:02:20: Es ist heute bei uns zu Gast und so Dominic hat mit ihm gesprochen.
00:02:24: Dominick Fischer.
00:02:25: am siebundzwanzigsten September ist der Abstimmungsomtag und da gibt's auch in der Stadtsüerischen Abstimmung über neue Bestimmungen zum Bau von Hochhuisern und Wohnen kann man glaube ich schon sagen Ein Stammthema von syrie.ch.
00:02:40: Bis es so, da gab's mal eine Vorlage zu dieser Neuordnung vom zuständigen Stadtrat der ist von der SP, der Herr Odermatt und dann hat der Gemeinderat seinen Gegenvorschlag gemacht mit den Stimmen unter anderem auch von der SPD diesen Vorschlag ziemlich zerzaust.
00:02:55: Kannst vielleicht mal zusammenfassen diese Vorlage vom Stadtrat und dem Gemeinderate.
00:02:59: was sind da die wesentlichsten Unterschiede?
00:03:01: Also der Stadtrat, das war jetzt eigentlich das letzte große Projekt von Herrn Urdamad wollte diese Hochhausrichtlinien einfach modernisieren anpassen.
00:03:09: An moderne Bedingungen was so soziales Leben angeht und ökologische Dinge andererseits sondern gibt es kleine Verschiebungen wo man sagt An diesem Ort sollte jetzt vielleicht nicht gerade ein Hochhaus stehen.
00:03:22: Das waren also mehr so Detailanpassungen, die Zonen haben sich bisschen verschoben, weniger Achtzig Meter Zonen, mehr Vierzig Meter zonen und leicht an anderen Orten aber eigentlich von der Fläche her genau gleich Und im Gemeinderat wurde das nachher um ziemlich genau fünfzig Prozent gestutzt.
00:03:40: Also die haben eigentlich gesagt diese ganzen vierzig Meterzonen Die ihr hier in Albesrieden oder in Affoltern oder Schwammdingen hinstellen wollt Die wollen wir nicht eigentlich aus der Angst vor Verdrängung und dass dann Leute kommen und sagen, juhu ich darf hier einen Hochhaus bauen.
00:03:57: Also die, die bisher hier wohnen zieht bitte aus und ich baue ein Hochhaus.
00:04:01: Und dann gibt es aber auch noch Anpassungen, striktere Regeln – der Gemeinderat will mit seiner Vorlage für alle Hochhörer seinen Konkurrenzverfahren und ab sechzig Metern schon den Gestaltungsplan.
00:04:13: also es geht darum das die Stadt und die Politik mehr Mitspracherecht hätte dass man sagt, es muss zwingend beficksten Prozentzahlen Fläche haben der für die Öffentlichkeit zur Verfügung steht in einem Hochhaus.
00:04:25: Dass man sagt sobald ein Hochhaus mehr als vierzig Meter hoch ist, muss das Erdgeschoss zwingt eine öffentliche Nutzung sein im Restaurant oder was?
00:04:34: Also es gibt mehr von diesen konkreten Auflagen an denen natürlich die Investorinnen keine Freude haben.
00:04:40: Wenn ich da die zwei Vorlagen auf diesem Plan vergleiche, dann scheint mir zu sein dass die Achtzig Meter Zonen sind gleich.
00:04:47: oder hat der Gemeinderat nichts verändert?
00:04:49: Genau.
00:04:50: Also alles was so den Gleisen entlang geht und auch in Zürich Nord sagt auch Der Gemeinderate baut in die Höhe ist okay.
00:04:58: Jetzt ist es ja so das man ja wenn man sich mit Thema Wohnen ein bisschen beschäftigt Das große Wort das man ständig hört ist ja Verdichtung entsteht.
00:05:07: Das würde natürlich bedeuten, dass auf dem selben Bodenraum mehr Wohnraum entsteht und das klingt ja erst mal so als ob Hochhäuser genauer das machen.
00:05:17: intuitiv aber hier und nicht nur ihr widersprecht's dem sondern auch in den Vorlagen selbst ist das festgehalten, dass diese Hochhäusern nicht zur Verdichtung beitragen würden.
00:05:27: wie so ist es so wenn die Intuition sowas andere sagt?
00:05:29: Es ist einfach schlicht nicht so.
00:05:30: vorgesehen und historisch war das Hochhaus eigentlich nie dafür da zu verdichten oder jetzt die Wohnkrise zu lösen, sondern es ging wirklich mehr um ästhetische Fragen darum irgendwie in den architektonischen Zeichen zu setzen und nicht zu sagen wir machen günstige Wohnungen im zwanzigsten Stock.
00:05:48: Und jetzt kommt das Thema natürlich mega auf.
00:05:51: man sagt sich okay ihr wollt Hochhäuser hinstellen aber nicht verdichten?
00:05:56: Wieso brauchen wir das dann?
00:05:57: Weil Wenn man es dann so anschaut, vielleicht mehr negative Konsequenzen hat als positive.
00:06:04: Man befürchtet das günstige Wohnraum verschwindet und man dafür nicht mal neuen gewinnt.
00:06:11: Natürlich könnte es theoretisch irgendwann dazu kommen dass man sagt ihr dürft doch dichter waren auf diesem Grundstück.
00:06:19: aber Status quo ist es so, dass es gibt Grundstücke wo nicht die maximale Dichte erreicht ist kein Hochhaus, um diese Dichte zu erreichen.
00:06:29: Also es ist schlichtweg kein Argument.
00:06:32: Und das ist so?
00:06:33: Weil es zwischen Hochhäusern ja immer auch Platz geben muss oder weil in den Hochhäusern üblicherweise die Wohnungen so groß sind.
00:06:39: oder warum ist das so?
00:06:41: Genau also das ist einerseits mit einem zürich Spezial-Trick.
00:06:45: Je höher das Hochhaus auf einmal steigen dann die Wohnflächen auch wieder.
00:06:48: Sind sogar größer als den normalen Wohnungen.
00:06:51: Das heißt, das ist wirklich ein klares Entdienst dafür.
00:06:54: Die Leute haben Interesse da einfach teure, luxuriöse Wohnungen reinzubauen.
00:06:58: Also das wäre quasi für Investorinnen der Anreize dass die dann sagen okay wir bauen höher Wir dürfen zwar nicht mehr Wohnraum schaffen aber vielleicht mehr Fläche.
00:07:09: und dann baue ich eine zweieinhalb Zimmer Wohnung da rein die Achtzig Quadratmeter ist und vermiete die für Viertausend Franken.
00:07:15: Das ist eigentlich so bisschen die Red Flag daran.
00:07:17: ja Wenn du mich fragst wie ich zu Hochhäusern stehe Ich habe es auch in den Artikeln so geschrieben Wenn die RBZ in Hochhaus bauen will, wie auf dem Kochquartier oder die Stadt beim Thamde-Pohat, sage ich juhu, baue es hin und dann sind die Mieten günstiger und Leute können einziehen.
00:07:33: Und wenn andere private Investoren in Hochhäuser bauen, dann nicht.
00:07:37: Das ist eigentlich relativ ähnlich wie sonst auch auf dem Wohnungsmarkt.
00:07:42: Dass das was Genossenschaften oder die stattbaut kann man sich leisten.
00:07:45: Das was Private bauen kostet gut und gerne doppelt so viel bei den Hochhäusern.
00:07:50: wir sind im Schnitt ... nen Tick teurer, aber es ist ein kompliziertes Thema.
00:07:56: Also zum Beispiel das APZ-Hochhaus, das neue, wo jetzt gerade Leute eins ziehen... ... ist um achtzig Meter hoch.
00:08:03: Ab dreißig Metern greifen neue Vorschriften wie Brandschutz,... ... brauchst natürlich einen Lift oder aus breiteren Treppenhäuser.
00:08:10: Dadurch wirds teurer.
00:08:12: Wenn du jetzt aber achtzig meter baust, dann gewährt dieser Effekt wieder eher ein bisschen geringer und man kann durchaus sagen, dass kann sich lohnen!
00:08:20: Also da gibt's auch Zwischen den Genossenschaften ist nicht eine große Einigkeit.
00:08:26: Ich habe das einmal so geschrieben, dass die Genosschaften kein großes Interesse an so gerade dieser vierzig Meter Höhe hätten.
00:08:33: aber natürlich sie dürften zum Beispiel dann auch dreißig Meter hochbauen und dann wären Sie noch unter den Vorschriften und könnten günstig bauen aber doch nen Tick höher als jetzt.
00:08:42: ich hatte auch noch Jemanden mit einem Telefon vom Hochbaudeppartement, der gemeint hat die Baukosten diesen Teuzertage gar nicht mehr so ausschlaggebend für die Mieten.
00:08:51: Es kommt ja auch darauf an wie viel hat man es fürs Grundstück gezahlt?
00:08:55: und wenn jetzt zum Beispiel in den Genossenschaften ein Grundstuck schon sehr lange besitzt dann könnte sie da auch mit teuereren Baukostenden einen Hochhaus hinstellen und die Mieter werden trotzdem immer noch günstig.
00:09:05: also Da ist wirklich mehr die Frage wer baut?
00:09:10: Die Angst ist halt dass das vor allem die privaten sind die bauen werden.
00:09:15: In diesem Vorschlag des Gemeinderats ist ja ein gewisser Teil des gedankungspreisgünstiges Wohnen auch sehr verankert, es steht dass die gesamte Mehrausnutzung eines Hochhauses belegt werden müsste mit preisgünstigen Mieten.
00:09:29: was heißt dieser Begriff?
00:09:30: mehr Ausnitzungen?
00:09:31: Was ist das und wie viel Raum betrifft das bei einem Hochhaus?
00:09:35: also wenn man den Gestaltungsplan hat für einen Hochhaus künftig sowieso ab achtzig Metern gemäß Stadtrat oder ab sechzig metern gemäss Gemeinderat der Fall wäre, dann kann man auch mehr Ausnützung schaffen.
00:09:49: Also wenn die Politik das bewilligt, kann man mehr Wohnungen schaffen als es rein theoretisch vorgesehen wäre.
00:09:56: Die Stadt könnte auch einem privaten Investor erlauben höher zu bauen und da entstehen dadurch vielleicht zehn mehr Wohnung, zwanzig mehr Wohnungs-.
00:10:05: und dann geht's um die Frage was passiert mit denen?
00:10:07: Und der Gemeinderad sagt sie müssen alle preisgünstig vermietet werden.
00:10:13: Der Stadtrat sagt, okay wollen wir auch dass das bei seventy fünf Prozent der Mehrausnutzung der Fall ist generell egal ob es ein Hochhaus ist oder nicht.
00:10:22: Das heißt, das ist auch so'n bisschen Detailfrage.
00:10:25: da geht's dann um die letzten twenty-fünf Prozent.
00:10:28: Du hast schon gesagt in Zürich seit vielen Jahren wenn ich Jahrzehnten Wohnungsknappheit zum Beispiel große Probleme und Im Zuge dessen natürlich haben Menschen, die eine Wohnung suchen müssen, wenn sie gekündigt werden.
00:10:40: Für die ist das nicht leicht.
00:10:42: Wenn man neue Häuser gebaut wird, z.B.
00:10:44: neue Hochhäuser dann gibt es Lehrkündigungen und vielmal hört man dann, dass bitte neuen Mieten sich die alten Mieter zum Teil nicht leisten können usw.
00:10:53: Kann man denn sagen, dass mehr Hochhäusern auch mehr Lehrkünstigungen bedeuten?
00:10:57: Es geht immer um die Frage welche Anreizeimannschaft für InvestorInnen.
00:11:01: Das war ein Thema bei den Aufstockungen aber Immer.
00:11:05: die zweite Frage ist die Dichte.
00:11:07: Also wenn natürlich ein Investor, das sagen wir, der hat zwanzig Wohnungen auf fünf Etagen und jetzt darf er zehn Etagen bauen aber er darf nicht mehr Wohnungen bauen.
00:11:17: Macht er das dann?
00:11:19: Wenn er jetzt dadurch eine Mehrausnutzung gewinnen kann, dann macht er es!
00:11:22: Aber wie gesagt, das schafft er momentan auch mit einem normalen Bau.
00:11:26: Das macht die UBS in der gesamten Stadt.
00:11:29: Sie reißen alte Gebäude ab und stellen neue hin.
00:11:33: Vielleicht stehen jetzt statt vierhundert, fünfhundert Wohnungen da oder sechshundert und dann lohnt sich es für sie.
00:11:39: Ob Hochhaus oder nicht?
00:11:40: Also das liegt vielleicht gar nicht so sehr an der Frage der Höhe.
00:11:47: Aber ist richtig verstanden wenn jemand zum Beispiel gesagt ist ein Haus aufstocken will oder auf der Fläche wo jetzt fünf Stöcke stehen, dann zehn Stöcken machen wird.
00:11:55: Wenn er dann mehr Wohnungen als bisher drehen haben will muss er das bewilligen lassen.
00:11:59: oder wie ist das?
00:12:01: Also wenn die maximale Ausnitzung noch nicht erreicht ist und er tatsächlich mehrere dahin stellen darf, dann kann er das einfach machen.
00:12:07: Wenn die Stadt es ihm bewilligt und sagt okay, da darfst du mehr Wohnungen bauen, dann würde diese Regel gelten von diesem Paragraf neunvierzig B mit der Mehrausnitzungen, dass sie preisgünstig sein.
00:12:19: müssten.
00:12:20: Das ist quasi auch ein Mittel, um den Abriss weniger profitabel zu machen.
00:12:25: und das ist ja eigentlich die große Frage dahinter wie profitabel es ist für die Investoren abzureißen und neu zu bauen.
00:12:31: und aktuell schauen sich viele Investor in ihre Liegenschaften an uns sagen okay sie hat gerade irgendwie einfach ihren Wert verdoppelt in den letzten zwanzig Jahren und deswegen können wir einfach abreißen Neubauen die doppelte Miete verlangen.
00:12:48: Also und da ist der Treiber einfach die unglaubliche, einfach Wertsteigerung von all diesen Grundstücken in Zürich.
00:12:55: Ich meine wer in Züri ein Grundstück besitzt sitzt einfach auf einer Goldgrube und jeder der aktuell noch irgendwo Mieterin hat die tausend Franken vielen vier Zimmerwohnungen zahlen.
00:13:08: Da wir dann in den Investor kommen und sagen du bist blöd!
00:13:11: Du kannst das dreifache verlangen.
00:13:13: So lange man doch Privatpersonen hat, die vermietet Die machen das vielleicht nicht, da spielen auch andere Werte eine Rolle.
00:13:19: Da spielen Emotionen eine Rolle oder vielleicht Freundschaft, Nachbarschaft.
00:13:23: aber aus einer reinen Investorensicht wird man sagen dein Land hat einen Wert gewonnen du kannst viel mehr verlangen.
00:13:28: schau mal was der Markt verlangt an Mieten.
00:13:31: Reist doch ab.
00:13:32: wir bauen etwas Neues und das lohnt sich einfach leider verdammt.
00:13:35: Das ist der springende Punkt.
00:13:38: Unverdiente Bodenrente nennt man den Wehrzuwachs als Grundstücks ohne dass der Eigentümer selbst etwas dafür leisten muss.
00:13:45: Ein Grundstück gewinnt an Wert wegen guter Infrastruktur, ÖV, Schulen, Spitäler, Parks Kultur Bildung kurz wegen staatlicher Leistungen.
00:13:54: Den Gewinn aus dieser Wertsteigerung kassiert aber der Eigentümer in dem er immer höhere Mieten verlangen kann – die Vergesellschaftung des Bodens wäre eigentlich die Lösung.
00:14:05: Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Arten mitten festzulegen Die Kostenmiete und die Marktmiete.
00:14:11: Die Kostenmiete orientiert sich an den tatsächlichen Aufwendungen des Vermieters.
00:14:16: Die Marktmiete, auch Angebotsmiete genannt wird dagegen durch Angebot und Nachfrage auf dem freien Markt bestimmt.
00:14:22: Bei der Marktmiete bezahlt der Mieter nicht für irgendeine Bauleistung oder für den Unter- oder Wertehalt einer Immobilie sondern er bezahlt dafür dass die Nachfrage nach Wohnraum groß und das Angebot knapp ist.
00:14:35: bei Neuvermietungen dominiert faktisch die Marktmitte.
00:14:38: Neben dem Nachfrageüberhang trägt auch die Erhöhung der zulässigen Ausnützung zum Preisanstieg bei.
00:14:44: Bauland wird nicht nachdem bewertet was heute drauf steht, sondern nachdem was maximal darauf gebaut werden darf.
00:14:51: Erlaubt die Zonordnung plötzlich vier statt zwei Stockwerke verdoppelt sich die theoretisch mögliche Geschossfläche – das erwartete Ertragspotenzial steigt und damit steigt in der Regel auch der Preis des Bodens.
00:15:03: oder wie es auf einer Immobilienseite ausgedrückt Grundstücke mit Entwicklungspotenzial gewinnen überproportional an Wert.
00:15:12: Nicht das bestehende Gebäudebestimmtenpreis, sondern das Potenzial des Grundstücks – etwa durch Ersatzneubau, Aufstockung, Erweiterung oder Verdichtung.
00:15:22: Es gibt wirklich schon eine lange Geschichte davon wie es diesen Gesinnungswandel in der Stadt gibt und wie man die Hochhörser beurteilt hat.
00:15:29: Es gab eine Phase von Hochhausboom günstigem, gemeinnützigen Hochhäusern wie Lochagut oder die Hadao-Türme wo jetzt alle sagen würden ja ist doch voll cool das die hier stehen.
00:15:43: Dann gab es in der Stadt Zürich, wo Hochhäuser komplett verboten wurden hat gesagt wir bauen keine Hochhörser mehr.
00:15:50: und dann wurde das wieder gelockert.
00:15:52: und jetzt gab's wieder ein bisschen den Boom.
00:15:55: Es gab dann im Jahr zwei tausend neun noch eine andere Abstimmung die das Ziel hatte dass man komplett alle Gebäude über vierzig Meter verbietet.
00:16:03: Das wird dann abgelehnt, in der Folge darauf sind die Primetower entstanden und so.
00:16:08: Und jetzt sieht man es vielleicht eher wie das Skeptisch.
00:16:11: Jedes Hochhaus was jetzt entstehen würde wären einen Ersatzneubau, es würde bestehenden Wohnraum verdrängen, es werde strukturell sicher günstigere Mieten durch teurere Miten ersetzen...
00:16:23: Einfach was damals jetzt wurde bei dem Beispiel genannt ist lochergut.
00:16:27: Sie sind sehr bekannt in der Stadt Zürich, sehr bekannte Hochhäuser.
00:16:30: Da war das nicht so dass sie andere Gebäude ersetzt haben?
00:16:33: Ich bin nicht ganz sicher aber sicher mit einem riesen Effizienzgewinn und mit vielen günstigen Wohnungen die natürlich entstanden sind auch wenn... Auch beim Loch ergut.
00:16:44: Es gibt lustige Aufnahmen von damals, wie SRF Leute interviewt hat und gefragt hat was haltet ihr von dem Hochhaus?
00:16:49: Und die allermeisten fanden es überhaupt nicht gut und dann gesagt ich würde da nicht rein.
00:16:53: also Die Perspektive die Leute auf Hochhäuser haben ändert sich wirklich immer extrem.
00:16:59: Für mich ist da Wie auch sonst bei Wohnungsbau eigentlich die entscheidende Frage wer baut und kann Ich mir die Miete nachher leisten oder nicht?
00:17:07: ist ja hier schon verschiedentlich kritisiert worden, dass die Stadt zürich mit Privatinvestoren Land tauscht und am Schluss haben sie dann etwas mehr Land als die Stadt.
00:17:15: Wie sind die Strategie der Stadt?
00:17:16: Weiß man das?
00:17:17: in Bezug auf Hochhäuser gibt es dort, reifte die darauf drängen würden wieder... Es muss ja nicht gleich ausschauen wie das Lochgeruch oder der Haltautor mehr aber wieder verdichteten verträglichen Hochhauserbodenbau zu betreiben.
00:17:29: Ich denke es gibt sicher die Beispiele.
00:17:32: Aber das Es wird auch die Stadt zu sagen, man schaut es im Einzelfall an.
00:17:37: Zum Beispiel beim Arbeitszeithochhaus auf dem Kochareal gibt es jetzt ein Park drum herum und so.
00:17:43: Und da kann man natürlich sagen okay vielleicht erzielt das Hochhaus nicht mehr Wohnungen aber es erziehlt dass weniger Fläche versiegelt ist um einen schönen Park in den Begegnungszone machen und dies und das.
00:17:55: Ein anderes Beispiel wäre die Tram depoalte Siedlung von der Stadt.
00:18:00: Die steht halt aber auch direkt am Fluss, also das ist sicher auch was, was ein Einfluss nimmt.
00:18:07: Wer kriegt den Schatten ab und macht das raumplanerisch an dieser Stelle Sinn oder nicht?
00:18:13: Gut, wir haben jetzt ja relativ viele Argumente eigentlich für die Gemeinderatsvorlage.
00:18:16: eher gehört Fahre ich nochmal nach den Gegnern, die er zum Teil mit recht drastischen Argumenten feuern.
00:18:22: Und die Gegner muss man auch sagen es sind sozusagen die bürgerliche Mitte Die linken Parteien und die SVP sind für die Gemeinderatsvorlage.
00:18:30: Die Gegner sagen zum Beispiel, diese Gemeinderatz-Vorlage wäre faktisch ein Bauverbot für Hochhäuser.
00:18:36: und wenn ich das anschaue denke ich mir nicht gut, die Achtzig Meterzone ist gleich, die Sechzig Meter Zone ist auch nicht so unterschiedlich, die Vierzig Meter Zone sehr unterschiedlich.
00:18:44: Was meinen Sie mit Faktisch?
00:18:45: Ein Bauverbot!
00:18:47: Ich würde sagen, das ist eine übertriebene Einschätzung.
00:18:49: Natürlich FDP vor allem auch die GLP machen sich vielleicht Sorgen um die InvestorInnen.
00:18:56: Das ist eine Frage an wen man da genau denkt.
00:19:00: und die SP, die Stadtratsvorlage kommt ja von ihrem Altstadtrat Urdamat und sie haben viel mehr den Fokus auf sozialen Wohnungsbau oder darauf, dass nicht verdrängt wird.
00:19:12: GLP und FDP sehen natürlich in vielen Fällen rot, wenn es einfach darum geht mehr Regeln herzustellen.
00:19:20: Sie sagen eh der Wohnungsmarkt ist überreguliert und jetzt kommt auch noch die linke Mehrheit in dem Fall zusammen mit der SVP und sagt wir müssen noch viel mehr Regel machen.
00:19:30: oder auch die NCZ.
00:19:32: da gibt's dann auch so um Argumente wie das Zürich doch eine Metropole sein soll und dass dir doch ne tolle Skyline haben soll und so was dann vielleicht mehr Physiene Rolle spielt als die Frage wer sich die Mieten nachher leisten kann.
00:19:45: Gut, natürlich kann man vielleicht verstehen, wenn jemand es nicht so gern hat.
00:19:49: Wenn sozusagen der Markt aus seiner Sicht überreguliert wird und man sagt ist Faktchen ein Bauverbot, da müsste man sie schon begründen sind die Vorschriften zu arg dass dann niemand mehr in Hohe ausbauen
00:19:59: kann?
00:19:59: Ich denke die Frage ist dann einfach ob sich's lohnt.
00:20:05: Und natürlich können InvestorInnen immer sagen, ja es lohnt sich jetzt gerade für mich nicht mehr, mich durch diesen Dschungel an irgendwelchen Auflagen zu kämpfen.
00:20:13: Da hält sich für mich persönlich mein Mitleid halt eher in Grenzen.
00:20:18: Generell wird sehr viel in den Zürcherboden investiert und spektuliert.
00:20:25: will der Gemeinderat einfach, dass mehr Kontrolle bei der Stadt bleibt und auch bei der Stadtevölkerung.
00:20:30: Und das halte ich grundsätzlich für was Gutes.
00:20:33: Auch wenn man sagen muss es ist nicht so, dass jetzt die Vorlage von Odermatt in den Stadtrat jetzt irgendwie schlecht wäre.
00:20:40: Es ist auch eine Verbesserung.
00:20:42: Ich habe das auch gehört von Leuten, die sagen Hauptsache eine von beiden wird angenommen.
00:20:47: Sie sind beide schon eine Verbesserung.
00:20:48: zu dem Jetzt Einzelne Hochhäuser wären immer noch möglich mit Gestaltungplanen.
00:20:54: Vielleicht gibt es weniger von den Vierzig Meter Hochhäusern, die sich vielleicht gewisse Investoren wünschen würden.
00:21:02: Bisher wurden von denen auch gar nicht so viele gebaut und hätte das ja auch machen können.
00:21:07: also ich glaube dass ist im Endeffekt gar nichts so dramatisch.
00:21:11: Kommen wir vielleicht noch kurz zu einem solchen Privatinvestor über den ihr auch in letzter Zeit berichtet habt die Pensionskasse der Rheinmetall.
00:21:20: Rennmetall ist ein Waffenkonzern und diese Pensionskasse ist unter den Immobilienbesitzern in der Stadt Zürich, unter den Zehen größten.
00:21:29: Setzt diese Pensionkasse in den letzten Jahren verstärkt auf dem Wohnungsmarkt?
00:21:32: Wie bewegt sie sich da?
00:21:35: Definitiv ja.
00:21:36: also einerseits gibt es ohnehin sehr viele Pensions-Kassen die in den Sicherbordboden investieren einfach weil das eine sehr profitable Anlage ist Auch in der Zeit, wo andere Geldanlagen vielleicht weniger profitabel geworden sind durch den Ukraine-Krieg und so weiter.
00:21:53: Und die Pensionskasten wollen Rendite und deswegen haben sie viel aufgekauft.
00:21:58: Jetzt ist es aber schon so dass die Rheinmetallinen extrem fall ist.
00:22:04: also die haben fünfzig Prozent von ihrem gesamten Anlagevermögen liegt im Boden zwei Drittel davon in Zürich, was uns die Reinmetall auf Anfrage bestätigt hat.
00:22:15: Da kann man auch die Frage stellen macht das überhaupt aus risikotechnischen Gründen Sinn?
00:22:19: Ich bin da kein Experte aber es ist ein sehr sehr großer Betrag.
00:22:24: und dann das andere.
00:22:25: wieso wir auch ins den Fall noch ein bisschen genauer angeschaut haben ist halt zu sagen okay ist irgendwie schon verrückt dass man einerseits die Präsenz hat von Reinmetalle in zürich die haben ihre Belegschaft jetzt im letzten Jahr mal eben verdoppelt Und vom Mutterkonzern Rheinmetall aus Deutschland sind die Aktienkurse durch die Decke seit dem Ukrainekrieg.
00:22:44: Also sie haben sich verzehnfacht und jetzt kaufen Sie auch noch solcher Boden auf, wie finden das denn eigentlich solche Mieterinnen wenn sie mit ihren Mieten jetzt quasi die Renten von den Rheinmitteilermitarbeitenden vergolden müssen?
00:22:58: Kann man denen zugespitzt sagen kann ich ja überlegen wenn die jetzt so doch relativ aggressiv offenbar agiert und kauft und kauf dass hier auch ein Kandidat wäre in Zukunft Hochhäuser zu bauen?
00:23:08: Würden denn dann Mieter von diesen Hochhäusern Waffenproduktion und Waffengeschäfte mitfinanzieren?
00:23:13: oder ist das zu überspitzt, das so zu formulieren?
00:23:16: Es ist sicher ein bisschen überspitzt.
00:23:18: Also es ist ja ein Thema wo die Stadt... Oder nur
00:23:21: die schönen Pensionen vom Waffenhändlern
00:23:24: wieder.
00:23:24: Das auf jeden Fall!
00:23:26: Und die rein mit einer Pensionskasse, die performt sehr gut.
00:23:29: Die hat eigentlich hier Preise darin abgeräumt, die hatten irgendwie sieben Prozent Rendite im letzten Jahr und der Grund dafür sind die Zürcher mieten.
00:23:38: Also ich habe dann für meine eine Recherche bei mehreren Zürchern Nationalräder innen nachgefragt wie die zu dem Thema stehen aufgrund dessen dass die Stadt halt eigentlich nichts machen kann.
00:23:49: also dieses ganze Thema Kriegsverkäufe da hat die Stadt keine Handhabe.
00:23:53: also Sie können es nicht verbieten sondern das ist alles national geregelt.
00:23:57: Und bei den Zürcher Nationalrätinnen hat sich der Schock auch eher in Grenzen gehalten und die sagen, es ist halt so.
00:24:05: Es ist eine Pensionskasse und die Reihenmetalldiskussion ist ja legal hier.
00:24:09: und mehrere gerade von der FDP haben mich natürlich betont, dass das was anderes ist als der Konzern- und die Pensionsgasse.
00:24:17: Das stimmt natürlich, das muss man trennen, auch wenn ich dem entgegen halten würde... Ja, gelbst den Konzern nicht.
00:24:22: Gelbst die Pensionskasse auch nicht und wenn der Konzert seine Belegschaft verdoppelt dann gibt es auch doppelt so viele Leute, die in die Pensionskasse einzahlen
00:24:31: usw.,
00:24:32: also natürlich hängt der Erfolg des Konzercens und der Erfolg der Pensionkasse schon sehr stark zusammen Und der Konzernt profitiert auch davon, wenn die Pinsionskasse gut dasteht.
00:24:44: Also der muss zum Beispiel dann vielleicht weniger Geld für irgendwelche Risikosituationen und so zurückbehalten, weil er weiß unsere Pensionskasse die macht eh jedes Jahr Profit.
00:24:54: Es ist nicht ganz so unmittelbar dass man jetzt sagen kann wer da rein Metallmiete zahlt, der finanziert damit Waffen.
00:25:01: aber es gibt auf jeden Fall natürlich ein enzymbiotisches Verhältnis zwischen den beiden.
00:25:06: Die Architektin, die in Zürich alles bekannt ist Regula Löscher, die In der Zeit trefft Hochbatter geschrieben hat und gefordert, dass Hochhäuser kein Selbstzweck sein dürfen.
00:25:14: Also sie stellt sich eigentlich gegen, dass man einen Hochhaus hinstellt einfach um ein Hochhaus hinzustellen weil man es cool findet oder noch mehr weil man Geld machen kann weil das eine gewisse Srenomie bringt für eine Stadt usw.
00:25:26: Und fordert eine Bodenpolitik die das öffentliche Interesse höhergewichtet als kurzfristige Renditen.
00:25:32: weißt du was sie sagt wie eine solche Politik aussehen könnte?
00:25:36: Gute Frage.
00:25:37: Sie hat ja im Hochparteia da einen Beitrag zugeschrieben und wir machen einen Moment eine spannende Reihe, also es kommt jeden Tag ein neuer Beitrag von wirklich Expertinnen aus dem Bereich Architektur wo ich auch ein bisschen überrascht bin.
00:25:51: Also ist einfach so das Architekthin im Schnitt Hochhäuser sehr gerne mögen vielleicht als ästhetischen Gründen Man will sich nicht limitieren man sagt okay Wir wollen vielleicht auch mal hoch ausbauen, wie auch immer.
00:26:04: Und andere Faktoren rücken vielleicht ein bisschen in den Hintergrund und ich fand das sehr spannend was sie gesagt hat weil wir alle leben mit den Hochhäusern.
00:26:15: Sie nehmen sehr viel Platz ein in der Stadt also sie prägen die Stadt ob das mit Schatten ist oder ob man über die Hartbrücke fährt und im Primetower sieht Man kann es ja auch schön finden, man kann es ästhetisch finden aber auf jeden Fall leichtsinnig irgendwo hinstellen sollte.
00:26:32: und wenn man sich gut überlegen muss, was hat das für einen Effekt?
00:26:36: Wem nützt das etwas?
00:26:37: Wer wird dafür verdrängt?
00:26:39: Was gewinnt man dafür?
00:26:41: Und wenn man mit der Stadt hinsetzt oder in den Konkurrenzverfahren macht und schaut dass es sinnvoll ausgeschaltet ist dann macht das auf jeden Fall sehr viel Sinn.
00:26:51: Zum Beispiel dieses Swissmill Silo, das einzige was ich davon mitkriege ist dass es mir zum Teil die Sonne klaut wenn ich an meinem Badeplatz unter dem Letten liege.
00:27:01: Jetzt kann man sagen okay da speichern sie auch ganz viel Korn drin aber für andere Hochhäuser haben schlichtweg eigentlich keine Vorteile für mich außer dass sich vielleicht ästhetisch ansprechend finde.
00:27:13: Das ist bei den einen der Fall und bei anderen nicht.
00:27:17: exklusive Oasen sind, die nur Leuten zur Verfügung stehen und die viel Geld haben.
00:27:22: Dann kann man sich schon fragen als Stadt wieso wollen wir das?
00:27:27: Und das ist zum Beispiel auch beim Primetower ich gehe da nie rein.
00:27:31: also es gibt viele Hochhäuser die sind für mich weiße Flecken auf der Landkarte.
00:27:35: ein Hochhaus ist nicht das gleiche wie ein anderes Hochhaus.
00:27:37: Das finde ich dabei sehr wichtig zu erwähnen.
00:27:40: und es ist wichtig wie man es plant und wer es baut.
00:27:43: und es gibt andere Hochhäuser wie die angesprochenen von der ARBZ oder von der Stadt beim Tramdepot, wo ich Leute kenne, die da wohnen.
00:27:52: Oder wo ich keine Leute, die sich beworben haben und das ist für mich mehr Teil meiner
00:27:57: Stadt.".
00:28:00: Wer baut und wer kann sich die Mieten dann noch leisten?
00:28:04: Das sind die wichtigsten Fragen!
00:28:06: Und im Moment zielt die Variante Stadtrat eher darauf ab teure Luxuswohnungen entstehen zu lassen, während doch dringend bezahlbare Wohnungen gebraucht würden.
00:28:16: Hochzubauen löst das Problem nicht notwendigerweise.
00:28:19: Die vorhin erwähnte ZKB-Studie hat unter anderem das Thema Verdichtung und Hochhäuser in Zürich untersucht.
00:28:26: Wie viel Landfläche lässt sich mit Hochhäusern tatsächlich einsparen?
00:28:30: Wer wohnt in diesen Gebäuden, welche Haushaltstypen oder Einkommensgruppen?
00:28:35: Die Studie beantwortet die Hochhausfrage wie folgt Hochhäuser sind kein Allheilmittel für Verdichtung.
00:28:41: Zwar sparen sie pro Person viel Landfläche, aber etwa zehn Geschossen werden Sie aber oft zum Luxusprodukt mit eher wenigen Zimmern in überdurchschnittlich großzügigen Wohnungen und entsprechend hohem Flächenverbrauch pro Kopf.
00:28:55: Die größten Effizienzgewinne entstehen auf den ersten Etagen.
00:28:58: Mittel bis höhergeschossige Quartiere mit vier bis acht Stockwerken verbinden eine hohe Dichte mit alltagsnahen Wohnqualität auch für Familien.
00:29:08: Sie bieten überschaubare Gebäudehöhen und ermöglichen kurze Wege, höhere soziale Durchmischung und Raum für Grünflächen.
00:29:15: Wir nehmen mal an – der stimmberechtigte Teil des Hörkombinats wird mit Sicherheit für die Vorlage des Gemeinderates
00:29:31: stimmen!
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