#121: Keine Angst für niemand – Über Sans-Papiers in der Schweiz

Shownotes

Das Strassenmagazin «Surprise» hat für eine neue Reihe mit papierlosen Personen gesprochen. Die Geschichten ihrer Leben geben Einblick in die Ziele des politischen Systems Schweiz. Wie zum Teufel halten sie das alles aus?

Surprise Strassenmagazin

Admin: Sans-Papiers in der Schweiz, mit Link zur Studie von 2015

Buch: Von der Kraft des Durchhaltens

Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel: basel@sans-papiers.ch

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Transkript anzeigen

00:00:02:

00:00:04: Es kombinieren Dominic Duseck und Elvira Isenring.

00:00:10: In der

00:00:26: heutigen Folge geht es um Songpapier, damit sind Menschen gemeint die in der Schweiz leben aber keinen geregelten Aufenthaltsstatus haben.

00:00:33: doch damit ändern die Gemeinsamkeiten dieser sehr unterschiedlichen Gruppe bereits.

00:00:38: Die Gründe, weshalb Menschen zu Sonntpapier werden sind vielfältig.

00:00:42: Manche reisen als Touristinnen ein und bleiben nach Ablauf ihrer Visa in der Schweiz.

00:00:47: Andere kommen ohne gültige Einreisendokumente.

00:00:51: Dazu gehören auch Familienangehörige etwa Kinder oder PartnerInnen die nicht regulär nachziehen können weil die Voraussetzungen für den Familiennachzug nicht erfüllt sind zum Beispiel weil das Einkommen zu tief ist oder die Wohnung als zu klein gilt.

00:01:06: Andere haben ein abgelehntes Asylgesuch.

00:01:09: Wieder andere verlieren ihren früheren Aufenthaltsstatus, weil etwa eine B oder C-Bewilligung nach einer Scheidung nicht verlängert wird.

00:01:17: Eine vom Staatssekretariat für Migration, dem SEM, in aufdrückgegebene Studie von zwei Tausend Fünfzehn schätzt die Zahl der Songpapier aus Trittstaaten in der Schweiz auf rund Sechsund Siebzigtausend Personen.

00:01:30: Weil es keine verlässliche Statistik gibt und die gruppisch schwer zu erfassen ist, geht die Studie von einer breiten möglichen Spanne aus.

00:01:37: Zwischen fifty-tausend und hundertfünf tausend Personen.

00:01:41: Menschen aus EU und Äfterstaaten werden darin separat behandelt.

00:01:45: Ihre Zahl lässt sich nicht verlässlich schätzen!

00:01:48: Die Studie betont, dass eine Mehrheit der Sonntpapier nicht schutzsuchende sind sondern im Rahmen der Arbeitsmigration einwandern.

00:01:56: Viele bleiben ohne gültigen Status in der Schweiz weil sie in bestimmten Arbeitsmarktsegmenten Beschäftigung finden – besonders in Privathaushalten, im Bau- und Gasgewerbe sowie in der Landwirtschaft.

00:02:07: Rund neun von zehn Erwachsene Sonnt Papier arbeiten!

00:02:11: Die größte Herkunftgruppe stammt aus Zentral und Südamerika.

00:02:15: Besonders Frauen aus diesen Ländern sind häufig in Privathaushalten sowie im Betreuungs- und Kerrbereich tätig.

00:02:22: Im Zentrum der heutigen Folge stehen zwei Frauen aus Kolumbien, das Straßenmagazin Surprise beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Menschen die gesellschaftlich ausgegrenzt werden.

00:02:32: In der aktuellen und weiteren zwei Ausgaben erzählt das Magazin unterschiedliche Geschichten von Songpapier Cyprus Co.

00:02:39: Redaktionsleiterin Sarah Winter ist heute bei uns zu Gast, Dominik hat mit ihr gesprochen.

00:02:45: Sarah Winter im Cyprus hat so eben eine Serie begonnen über Soundpapier in der Schweiz und für diese Serie hast du gesprochen mit zwei Schwestern die aus Kolumbien kommen.

00:02:55: das sind so zwischen vierzigundfünfzig Jahre alt und im Laufe ihrer Gespräche haben sie mir einen Satz gesagt der mir wirklich ein bisschen das Herz gebrochen hat nach allem was sie erlebt haben, sicher nicht nur in der Schweiz aber auch fragen sich warum man sie immer wie Verbrecherinnen behandelt obwohl die sich immer nur für das Gute engagiert haben.

00:03:16: Jetzt fangen wir doch mal den Kolumbien an!

00:03:18: Was haben Sie dort gemacht?

00:03:19: Wie war dort Ihre Lage?

00:03:21: Die beiden Schwestern haben in Kolumien in einer Stiftung gearbeitet, die sie auch selbst gegründet haben und diese Stiftungen hat sich für intern vertriebene Kinder eingesetzt und Jugendliche.

00:03:34: Und zwar ist es aus einem kleinen Projekt entstanden, was die eine Schwester eigentlich als Abschluss ihres Theologiestudiums initiiert hat.

00:03:43: Damals in Kali in einer der gefährlichsten Städte der Welt.

00:03:48: Da hat sie angefangen damit sich zu engagieren um Kindern und Jugendlichen eine Bildungschance zu geben, damit sie nicht auf die Idee kommen sich von den Kartellen oder von Kleinkriminalität das schnelle Geld vielleicht oder so begeistern zu lassen, sondern eine nachhaltige Art von Zukunft für sich aufbauen können.

00:04:10: Und das sind Familien gewesen mit denen sie da gearbeitet haben die wirklich fast gar nichts haben.

00:04:15: ich habe ja kurz gesagt im internen Vertrieben in Kolumbien gibt es viele Orte die aufgrund des lang andauernden Bürgerkriegs aber auch aufgrund von organisierten Verbrechen und anderer krimineller Machenschaften nicht mehr bewohnbar geworden sind für bestimmte Bevölkerungsgruppe.

00:04:32: Und so kommt es immer wieder dazu, dass Leute ihren Wohnort verlassen müssen, überstürzt dann verahmen die Leute in der Regel.

00:04:39: Das ist ihnen auch selber passiert.

00:04:41: Genau, das ist ihnen selbst passiert.

00:04:42: Auch sie mussten einmal umsiedeln eine andere Stadt, die heißt Ibague.

00:04:47: Warum haben Sie das tun müssen?

00:04:50: Ja, sie waren irgendwo auf dem Land in einem zentralen Teil von Kolumbien.

00:04:55: Dort war der Vater Zahnarzt und hat ein gutes Auskommen.

00:04:58: Ich glaube, es ging ihnen ganz gut.

00:04:59: So haben sie es jedenfalls geschildert.

00:05:01: In dem Gebiet ist aber die Farg-Gerilla aktiv gewesen ... Und hat unter anderem auch Jungs zwangs rekrutiert oder einfach mitgenommen.

00:05:11: Sie haben mir dann, dass die genauen Umstände nicht erzählt sind.

00:05:13: Sie wurden mitten in der Nacht geweckt als Kinder.

00:05:16: Die Eltern sagten, wir müssen jetzt gehen!

00:05:18: Nein, sie haben noch nicht mal so beformuliert, gesagt, wir müssten in Urlaub fahren.

00:05:23: mitten in der Nacht.

00:05:24: Und sind dann eigentlich mit dem, was sie am Leib hatten, dort weggegangen.

00:05:28: und im Nachhinein hat man den Mädchen wohl erklärt dass einer ihrer Brüder war jetzt halt gerade in dieses Alter gekommen und wahrscheinlich sind die Eltern vorgewarnt worden.

00:05:37: aber das ist auf jeden Fall für Sie der Ort gewesen wo sie.

00:05:40: vorher ging es ihnen gut und danach hatten sie gar nichts mehr und in dieser größeren Stadt konnten sie bei der Mutter der Mutter also bei der Großmutter unterkommen.

00:05:49: Das hat gereicht offenbar als

00:05:51: Abstand.

00:05:53: Im Laufe von späteren Lebens hast du schon gesagt, ihr habt Theologie studiert.

00:05:56: Ich glaub die andere Schwester... Also wir heißen bei dir übrigens Luz und Sarei?

00:06:01: Ich glaube, Sareih hat ebenfalls studiert?

00:06:04: Genau das ist andersherum!

00:06:05: Die Sareie hat die Theologie Studiert genau und die Luz hat Marketing & Business Administration studiert.. ...die beiden Schwestern wenn man sie erlebt haben auch so eine Verteilung in den Rollen.

00:06:17: also die eine ist eher die mit der Mission und sie hat ne starke Ausstrahlung Glauben, Zuversicht und sowas auch vermitteln zu wollen.

00:06:25: Während ihre Schwester etwas nüchterner ist so wie man sich das vorstellt wenn man etwas mit Administration studiert.

00:06:32: Sie sind aber beide total fest verankert im christlichen Glaubens.

00:06:36: Sie gehören seiner perspitalianischen Kirche an in Kolumbien Und darüber kommt glaube ich auch die Idee dass sich engagierend für andere also dass man denen den es noch schlechter geht hilft.

00:06:47: Und das haben sie dann auch getan mit dieser Stiftung, wie es ihnen ergangen dort als Sie diese Stiftungen betrieben haben und sich damit sicher auch gegen gewisse Nachenschaften und Entwicklungen gestellt haben.

00:06:59: Also ihr habt mir das sehr plastisch erzählt dass die teilweise einfach draußen waren auf an öffentlichen Orten wo diese Kinder gespielt haben, sich getroffen haben und sie waren Anlaufstellen also sowas wie was man hier niederschwellige Sozialarbeit nennen würde oder Gemeinderarbeit oder so haben Vertrauen aufgebaut, haben den Kindern Hausaufgabenhilfe.

00:07:21: Alle möglichen Dinge die sozusagen nicht offizielle Schulprogrammen sind also dass die Kinder eine Möglichkeit haben in der staatlichen Schule zu bleiben gute Abschlüsse zu machen.

00:07:31: daraus ist es begonnen und später sind dann auch Studienprogramme dazu gekommen Austauschprogramme mit anderen Ländern Sprachprogramme und auch so was wie ein pädagogischer Zweig von Ausbildung.

00:07:42: Das konnte man dann alles in dieser Stiftung besuchen, wenn man dort Anschluss bekommen hat.

00:07:47: Sie hatten kein Staatkapital sondern sie hatten eine Idee Eine Berufung haben sie das genannt also ein inneres Bedürfnis etwas zu tun.

00:07:57: Und damit haben sie angefangen und haben die ganze Zeit nebenher gearbeitet In mehreren verschiedenen Jobs.

00:08:04: Das hatten sie auch vorher schon gemacht, um ihre eigene Schulbildung zu finanzieren.

00:08:09: Haben das dann halt einfach weitergemacht, um die Stiftung aufzubauen und irgendwann konnte sich ja auch vielleicht mal einen Teil Lohn zahlen.

00:08:18: aber soweit sind wir bei der Besprechung gar nicht ins Detail gegangen.

00:08:21: Aber so weit ich weiß sind es über vierhundert Kinder und Jugendliche, die dort Anschluss oder Hilfe gefunden haben.

00:08:28: Das klingt ja alles toll.

00:08:29: Da kann ja niemand was dagegen haben, denkt man sich vielleicht aber anscheinend haben dort doch Leute etwas gegen diese Stiftung gehabt.

00:08:38: Also Sie haben so beschrieben dass man halt automatisch wenn man sich dafür engagiert das Menschen eine Art schwieriges Wort also recht schaffendes Leben.

00:08:48: Also wenn jetzt Kinder in die Schule gehen und sonst keine Zeit haben für andere Dinge, dass man natürlich Organisationen, die andere Interessen haben zum Beispiel Drogen zu verkaufen.

00:08:58: Sie haben sogar von Mädchenhandel eine Situation beschrieben, in der sie den Verdacht hatten das eines ihrer Mädchen, die aus der Stiftung gekommen sind regelmäßig, dass die entführt worden sei um sie nach weiterzuverkaufen in ein anderes Land.

00:09:12: also das ist Kriminalität auf einem Level den wir hier sehr weit entfernt sind.

00:09:16: in der Regel, wenn wir so ein normales an Anführungszeichen leben führen.

00:09:21: Und sie hat es beschrieben als wäre man dem dort automatisch ausgesetzt und man muss sich halt irgendwie dazu verhalten.

00:09:27: Sie haben sich auf dieser Seite des dagegen Anarbeitens engagiert und dann irgendwann bedroht worden.

00:09:33: Das heißt bedrohte Worten?

00:09:36: Man ist ihnen gefolgt, man hat sie spüren lassen dass sie nicht gewollt sind, dann kamen Drobriefe Und die LUS war zwischendurch auch in der Kommunalpolitik engagiert und ist da halt dann auch natürlich ein öffentliches Gesicht.

00:09:51: Beide sind mehrfach deutlich vermittelt worden, sie sollten doch diese Stiftung bitte schließen – das ist hier nicht gewünscht!

00:09:59: Aufgrund dieser Betreuungslage haben Sie dann begonnen an's Weg gehen zu denken.

00:10:05: Zuerst ist LUS mit ihren zwei Kindern in den Schweiz gegangen.

00:10:09: Sie wollte hier politisches Asyl beantragen, mit all diesem Hintergrund studiert, Stiftung aufgebaut und so weiter bedroht worden.

00:10:18: Und dann ist doch einiges auf sie zukommen?

00:10:19: Hat Lucy eine Ahnung gehabt was sie da alles zu bewältigen hat wenn sich in der Schweiz so ein politisches asyl zu beantagen?

00:10:26: Nee ich glaube so wie ich das... Verstanden hab er nicht.

00:10:30: Ich stell mir das auch so vor, dass wenn man in der alltäglichen Auseinandersetzung mit so vielen Herausforderungen oder Bedrohung an the ground sowieso ... Also du hast das Alltägliche verbrechen und das organisierte Verbrechen.

00:10:42: Du hast korrupte Politiker, alle möglichen Dinge gleichzeitig.

00:10:46: Ich glaub nicht, dass sie viel darüber hinaus sich von der Welt angeguckt haben.

00:10:50: Die haben alle Energie reingesteckt in was Sie vor Ort machen konnten?

00:10:55: Dann haben sie die Bedrohung angefangen.

00:10:57: Sie haben nach Auswegen gesucht und dann wurde ihnen geraten, verlass doch das Land.

00:11:01: Und dann war das einfach ... Dann kannte jemanden, gesagt hier in Genf wäre eine Kontaktperson.

00:11:08: Die würde ihr weiter helfen und auch beim Asylantrag helfen.

00:11:12: Es gibt dieses politische Asyl, es kann man ja beantragen.

00:11:15: Dann hat sie den einen Sohn erst mal nur eingepackt.

00:11:18: Er ist auch so ein bisschen wieder heils über Kopf abgereist.

00:11:22: Aber auf jeden Fall ist sie dann in die Schweiz gekommen und die Person, die Sie treffen sollte war nicht da.

00:11:28: Und sie hatte keine Fremdsprachenkenntnisse.

00:11:31: Sie spricht ihr kolumianisches Spanisch und Ihr Sohn konnte ein bisschen Englisch.

00:11:36: Dann standen sie da in Genf mit einer Airbnb-Wohnung, die sie für einen kurzen Zeitraum also weniger als ein Monat gemietet hatten weil sie gedacht haben, dann wird sich das nächste ergeben.

00:11:45: Sie werden Hilfe bekommen Und das hat dann nicht geklappt, weil die Person versetzt worden war und auch die Kontaktpersonen in Kolumbien wohl nicht mehr erreichbar waren.

00:11:56: Und da kängt man am anderen Ende der Welt mit einem Kind für dass man verantwortlich ist und weiß erst mal nicht vorhin

00:12:01: nichts zurück.

00:12:02: Wie alt war denn der Sohn damals?

00:12:03: Minderjährig noch.

00:12:05: Also jetzt nicht wahnsinnig klein, also schon über zwölf glaube ich.

00:12:09: Schon noch betreuungsbedürftig sozusagen!

00:12:13: Sie hat es aber dann geschafft eine Anträge auf politisches Asyl zu stellen Und dann ist ja einiges passiert.

00:12:18: und über das, was da im Anschluss des Antrags passiert ist, hat sie dir gesagt.

00:12:22: Man wird in einem konstanten Zustand der Angst gehalten.

00:12:26: wie hat sie diese Zeit erlebt?

00:12:28: Wie hat sie die Asylbehandlung und diese Unterkünfte erlebt?

00:12:32: Ja, für sie war das ein ganz schöner Schock.

00:12:35: Das wäre auch so, wenn ich jetzt in ein anderes Land fahren würde mit diesem Gefühl von was wir haben gegenüber dem Westen.

00:12:42: Wenn man das überhaupt noch nennen kann oder so.

00:12:44: Aber diesen Teil der Welt, der die Menschenrechte hochhält ... Wie gesagt

00:12:49: wird?

00:12:50: Genau

00:12:50: wie gesagt oder behauptet wird.

00:12:52: und dann stellt man sich vor, dann wird man damit Respekt empfangen und behandelt Und es gibt irgendwie so ein formelles Verfahren Die Menschen würde aufrecht erhält.

00:13:03: Das Gefühl, glaube ich, ist eher relativ schnell genommen worden.

00:13:05: Man nimmt einem erst mal und wird behandelt wie ein Verbrecher.

00:13:08: Es werden dann die Papiere abgenommen zum Beispiel.

00:13:10: Und man wird irgendwie registriert, es wird aufgenommen... Also das ist ja nicht so, dass die Beamten dir gegenüber freundlich lächeln zu sagen, es ist sehr schön, dass sie Schutz bei uns suchen sondern es ist wahrscheinlich eher etwas raffer weil es erstmal ein Bittsteller Und sie hat ihr nach Schutz gesucht.

00:13:24: Das ist die Erwartungshaltung und das, was man dann findet.

00:13:27: Dann kommt man in einen Bundesasylzentrum ... Die sind groß, voll, voller Menschen, denen es schlecht geht.

00:13:36: Auf engen Raum zusammengefälligt mit Menschen, die man gar nicht kennt, deren Kulturen man nicht einschätzen kann, deren Sprachen man nicht kennen.

00:13:42: Die alle sehr unter Druck stehen.

00:13:44: Für sie war das total beängstigend!

00:13:48: Die andere Hälfte ist, dass sie mehrfach ohne Vorankündigung von einem Bundesasylzentrum ins Andere gebracht wurden.

00:13:56: Auch ohne Erklärung warum?

00:13:58: Und dass ihr den Eindruck hatte das das System habe.

00:14:01: Dass man sich nicht sicher fühlen soll und es wurde auch einmal angedroht die von ihrem Sohn zu trennen.

00:14:06: Da hat sich am Bett oder am Stuhl festgeklammert erzählt.

00:14:10: Es sind ja alles so Episoden, die sie kurz noch mal erzählt hat.

00:14:15: wie schrecklich das alles war bin da jetzt gar nicht so wahnsinnig ins Detail gegangen, weil ich in dem ganzen Text auch versucht habe ihre Geschichte so zu erzählen wie sie sie erlebt haben um ihnen nicht zuzumuten dass sie nochmal auf Herz und Nieren überprüft werden.

00:14:29: Weil das empfinde ich an dieser Stelle nicht als meine Aufgabe Und dementsprechend hab' ich dann manche Sachen auch einfach stehen gelassen So wie sie Sie erfunden hat und hab' dann nicht weiter nachgeforscht ob das denn wirklich sein

00:14:42: kann.

00:14:43: Weiter ging's dann so diese Antrag auf Asyl wurde abgelehnt.

00:14:47: Beide sind in einen Rückschaffungszentrum gebracht worden.

00:14:50: Die kommen aus einem Land, wo sie bedroht wurden und zwar nicht zufällig vom Nachbarn den ihre Nase nicht gebastelt sondern weil sie sich gegen ein dort existierendes System gestellt haben.

00:15:00: Warum wurde der Antrag auf Asyl abgelehnt?

00:15:03: Und dann in dieser Situation im Rückschaffungs- zentrum wie hat Luss sich und ihren Sohn aus dieser Lage befreit?

00:15:08: Schlussendlich!

00:15:10: Das entscheidende Dokument war es dass Sam sich gewünscht hätte wäre eine Bestätigung einer dem kolumbianischen Innenministerium angegliederten Behörde, die ist eigentlich dafür da Bevölkerung zu schützen.

00:15:24: Also man ich habe ja das so ein bisschen versucht dieses Panorama aufzumachen wer da alles in den Land agiert sozusagen und es gibt halt einen Teil Innenministeriums die ist für Bevölkerungsschutz zuständig und zwar nicht im Katastrophenschutz Sinne sondern tatsächlich in Bezug auf diesen Bürgerkrieg Und die hätte bestätigen müssen, dass sie nicht fähig sind diesen Frauen den entsprechenden Schutz zu bieten.

00:15:48: Also es ist eine absurde Forderung.

00:15:50: also ich kann das nachvollziehen sozusagen wenn man wirklich nur in Staatslogik denkt und denkt alle Behörden sind für das zuständig und können das tun wofür sie gegründet wurden.

00:16:00: pragmatisch gedacht glaube ich ist es absurd zu erwarten dass einer politische Behörde im Land einem anderen gegenüber zugibt dass sie den Job für den Sie da sind nicht machen können.

00:16:11: Auf jeden Fall, diese Behörde hat es offensichtlich war nicht bereit das zuzugeben.

00:16:16: Und wegen dieses fehlenden Dokumentes wurde dann der Antrag abgelehnt?

00:16:20: Genau und sie haben auch gesagt naja Kolumbien gilt nicht als Kriegsland.

00:16:23: also obwohl ist ja man kann darauf gucken und denken doch es ist vielleicht eins Es ist auf jeden fall nicht gelistet als kriegsregion und deswegen hat man da kein weiteres Recht auf Asyl oder auf Schutz.

00:16:35: Dann waren Sie eben einem Rückschaffungszentrum Sie sind aber offensichtlich nicht rückgeschafft worden.

00:16:41: Du hast ja mit ihnen hier gesprochen, was ist dann passiert?

00:16:44: Ja also sie waren in diesem Rückschaffungszentrum und sind dort vorgewarnt worden von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter dass ihre Rückschaffung bevorstehende.

00:16:54: und dann sind sie abgehauen über eine Kirchgemeinde zu der sie schon Kontakt hatten.

00:17:00: Hatten sie Kontakt zu Leuten Und dann sind sie privat untergekommen und dann führt eines zum anderen.

00:17:06: Dann leitet man die Menschen weiter an, die Anlaufstellen, die für eben genau diese Menschen gedacht

00:17:10: sind.".

00:17:11: Was auch so ein?

00:17:12: presbyterianische Kirchen, oder wie nennt man das

00:17:15: hier?

00:17:16: Ja genau.

00:17:16: Das weiß ich gar nicht!

00:17:17: Ich kenne mich in der christlichen Kirche und ihren Unterarmen.

00:17:21: Ich auch nicht, wie du

00:17:22: es leicht bemerkst hast.

00:17:24: Also ich glaube, dass ist eine ursprünglich US-Kirche, die sich da angeschlossen haben, die halt einen Zweig in Kolumbien hat.

00:17:32: Ich weiß nicht, in was für einer Kirche sie hier gelandet sind.

00:17:36: am Schluss.

00:17:36: Das habe ich nicht gefragt... Sie hat erzählt in den verschiedenen Orten, wo sie ungebracht wurde.

00:17:41: Also in jeder Nähe eines Bundesasylzentrums zum Beispiel... ...hat sie sich eine Kirche gesucht die für sie infrage kommt,... ...weil das ein Ort ist der für sie Schutz bedeutet,... ...zum Beten gehen?

00:17:51: Die sind sehr religiös!

00:17:52: Man muss jetzt sagen, dass hat sich ja in diesem Fall auch ein bisschen bewahrheitet.

00:17:55: Sie hat auf jeden Fall von Menschen aus diesen Kräsen Hilfe bekommen,... ...die setzen sich auch einen gewissen Risiko aus wenn sie so etwas machen.

00:18:03: Richtig, ja.

00:18:04: Das muss man den Kirchen auch hoch anrechnen denke ich.

00:18:08: ist ja auch, glaube ich ein Teil des Beginns der Sonnpapierbewegung.

00:18:13: Also zumindest in Basel weiß ich das da auch eine Kirche war die sich sehr engagiert hat.

00:18:17: Da gab es die römisch-katholische Kirche in Bassel, die sich da sehr eingesetzt hat für die papierlosen Bewegungen.

00:18:24: Sie sind auch – ich werde nicht wieviel später, ein paar Jahre später, glaube Ich, die Schwester Sarei dann in die Schweiz gekommen.

00:18:31: Die waren auch im ordentlichen Asylverfahren einer Zeit lang und währenddessen darf man ja Arbeit annehmen.

00:18:37: Sie hat es auch gemacht, sie hat auch gearbeitet.

00:18:39: Sie hat auch Geld verdient aber trotzdem hat sich ihre Situation so entwickelt.

00:18:42: das ist eigentlich für extrem nachteilig empfunden hat was denn da passiert?

00:18:47: Sie hat die Möglichkeit bekommen in einem Reinigungsunternehmen zu arbeiten und die Lohnabrechnung lieft dann aber offiziell über den Kanton weil sie ist ja sozusagen beim Kanton.

00:18:58: in diesem Asylverfahren wird Darüber zum Beispiel krankenversichert und untergebracht.

00:19:04: Und deswegen hat der Kanton sich herausgenommen, ihren Lohn, den sie erarbeitet hat jeden Monat gegenzurechnen mit dem was Sie fanden, was sie Ihnen schuldete für das Verfahren oder die Eurounterbringung und die Kosten, die sie verursacht.

00:19:16: Das hat dazu geführt dass sie ihr am Schluss immer... Also sie hat es als Absicht empfunden, sie hatte den Eindruck hätten ihr immer genau zu wenig Geld ausbezahlt, dass sie nicht mehr genug hatte zum Essen

00:19:29: z.B.,

00:19:30: oder um den Bus wieder zur Arbeit zu bezahlen?

00:19:33: Und es hat sie drei Monate gemacht und dann gefunden ... das macht gar keinen Sinn!

00:19:39: Dann hat sie sich entschieden, den Asylantrag zurückzuziehen.

00:19:43: Es kann gut sein, dass ihr eigener Antrag auch wenig Chance hat durchzukommen.

00:19:49: Dass sie dann daraufhin auch entschieden hat, okay... dann probiere ich es jetzt gar nicht mehr auf diese lange Tour und warte auf die Ablehnung, sondern ich gehe gleich in die Schatten.

00:20:00: Und bis heute sind Sie hier und leben ja als Soundpapiers.

00:20:03: der Sohn von Luz, von dem ihr schon die Rede war, der hat aber kürzlich eine Aufenthaltsbildung eines europäischen Landes erhalten nämlich in Spanien und ist ja so das kommt glaube ich auch im ersten Text vor, der jetzt gerade erschienen ist dass es in SpANien immer wieder so Legalisierungen von Soundpapers gibt.

00:20:21: Wie sieht denn sowas in der Schweiz aus?

00:20:24: Ja, also in dem großen Stil wie Spanien das jetzt gerade im Angriff genommen hat.

00:20:29: Soweit ich es verstanden habe, fünfhunderttausend Leute haben die Möglichkeit eine Aufenthaltsbewilligung zu kriegen wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

00:20:38: und hier ist es so, dass einmal gab es soweit Ich weiß, in Genf, zwei Tausend Siebzehn, achtzehn gab's einmal so einer Aktion Operation Papyrus hieß die da sind um die zweitausend leute regularisiert worden, so nennt man das.

00:20:52: Soweit ich weiß alle politischen Entscheidungen die auf eine kontinuierliche Regularisierung oder auf eine Vereinfachung der Regularisierung abzielten, sind immer negativ entschieden worden.

00:21:04: Das heißt es gibt keine Möglichkeit hier auf einfache Art und Weise sozusagen alle zehn Jahre mal Menschen hier willkommen zu heißen, die schon lange hier leben und hier arbeiten völlig unauffällig leben, weil sonst würden sie diese zehn Jahre ja nicht hier überstanden haben ohne Papiere.

00:21:23: Es gibt dieser Härtefallgesuche die bedeuten aber dass man sozusagen auf gut Glück all seine Identität offenlegen muss und dann hoffen muss das es durchkommt.

00:21:34: Es ist nicht dasselbe wie als wenn man grundsätzlich vereinfachte Bedingungen schafft unter denen die Leute ohne große Angst Papiere beantragen können.

00:21:44: Was es in der Schweiz schon gegeben hat, immer wieder sind Demonstrationen für die Rechte des Soundpapiers an denen auch Soundpapers selbst teilnehmen.

00:21:53: Da hätte ja auch die Polizei einfahren können und sagen, da kommen sie alle sehr gut und so.

00:21:57: So was passiert in der schweiz?

00:21:59: bis jetzt jedenfalls nicht.

00:22:01: mit all diesen Erfahrungen du jetzt gemacht hast im Gespräch oder was dir erzählt worden ist wie schätzt du diese Haltung der offiziellen Schweiz gegenüber Sonnenpapier insgesamt ein?

00:22:11: Also es gibt kleine Verbesserungen der Lage.

00:22:14: Also zum Beispiel gibt es ja auch für Kinder, die eine Lehrstelle haben, die schon fünf Jahre hier sind und die gleiche Zeit hier zur Schule gegangen sind.

00:22:22: Wenn sie eine Lehrstellenzusage haben, dann haben Sie die Möglichkeit danach einen Härtefall gesucht zu stellen.

00:22:27: Zum Beispiel ist es im Jahr zehntausend siebzehn eingeführt worden.

00:22:29: also es gibt so kleine Verbesserung die schon darauf hindeuten dass es einer gewisse Einsicht gibt das wir die Menschen brauchen.

00:22:38: wenn jetzt junge Leute zum Beispiel in Pflegeberufe gehen.

00:22:42: Die Chance geben, diese auch legal auszuüben – dann ist das für die Schweiz ja auch Arbeitskräfte, die wir brauchen und die wir auch auf dem legalen Arbeitsmarkt brauchen.

00:22:53: Das betrifft also alles, was im Haushalt passiert.

00:22:56: Es betrifgt ganz viel andere unsichtbare Jobs, Reinigung, Gastro, solche Orte wo Menschen arbeiten, Innenjobs, die SchweizerInnen seltener gerne wahrnehmen.

00:23:07: Die Jobs sind stark migrantisiert.

00:23:11: Je unbequemer und je unangenehmer der Job, desto weniger haben die Leute oft Rechte.

00:23:15: Sonnenpapiers landen oft in Jobs, die sonst niemand machen will.

00:23:19: Das sind noch alles Branchen, wo ich tatsächlich Erfahrung habe, wo die Löhne auch nicht durch den tiefsten Lohntraps in der Schweiz gehören?

00:23:29: Ja genau!

00:23:30: Ich glaube da widersprechen sich einfach Dinge.

00:23:34: Ein Bewusstsein dafür, dass wir dringend qualifizierte Arbeitskräfte brauchen.

00:23:38: Dazu müssten wir die Möglichkeit geben auch Qualifikationen zu erhalten.

00:23:41: Wir brauchen Zuzug weil wir gar nicht genug Kinder und Jugendliche haben Und das weiß ja auch die konservative bis rechte Fraktion in der Politik.

00:23:51: Aber trotzdem ist der Impuls die von woanders nicht offiziell reinlassen zu wollen ist offensichtlich stärker.

00:23:59: Und dann gibt es da so ein Tauziehen und offensichtlich aber auch ein gewisses Einverständnis, das gibt's auch so Moratorien die sehr wichtig sind und auf die man sich verständigt hat und dafür muss man ja auch irgendwie dankbar sein dass man zum Beispiel nicht Kinder von Schulausflügen weg verhaftet.

00:24:15: Im Vorgespräch hast du von einem anderen Aspekt gesprochen der in der Schweiz noch besser ist für Son Papiers als beispielsweise in skandinavischen Ländern auch in Großbritannien nämlich dass hier man noch fast überall mit Bargeld bezahlen kann.

00:24:28: Ich in meinem XXIer in der Schweiz habe an zwei Orte gegangen, wo man nicht mit Bagel bezahlen konnte.

00:24:32: Beide in der Stadt Zürich.

00:24:34: Aber sonst meistens kann man das... Was bedeutet eine so fast bagelose Gesellschaft für Sonpapiers?

00:24:40: Wenn man als Songpapier arbeitet, dann kann man zum Beispiel kein Konto eröffnen.

00:24:45: Wenn man keinen Konto heröffnen kann weil man halt keine nicht registriert ist, keine Adresse hat und so weiter kriegt man keine Karte, kann man also auch nicht mit Karten bezahlen.

00:24:52: Also man kann ja nur mit Bagel bezahlen.

00:24:54: es bedeutet einen gesellschaftlichen Ausschluss für die Leute von Öffentlichkeit zb.

00:24:58: je mehr Restaurants und Bars und also Orte wo Gesellschaft stattfindet vielleicht auch.

00:25:03: Je mehr die Bargeld loswerden, desto mehr verunmöglicht man Menschen, die auf Bargeld angewiesen sind, die Teilhabe.

00:25:11: Zumindest von Schweden weiß ich das auch, dass sie gerade zurück rudern.

00:25:15: Die Bargeldbindung und es bargeldweitgehend abgeschafft haben.

00:25:19: Das heißt, die Läden waren nicht mehr verpflichtet, Bargeld anzunehmen.

00:25:22: Und das haben Sie jetzt rückwärts wieder eingeführt weil sie offensichtlich festgestellt haben, dass es Bevölkerungsgruppen gibt die so schnell durch alle Netze fallen das es Hunger gibt oder schnelle schwere Wahrlosung.

00:25:36: Das ist ja dann auch eine Folge.

00:25:37: vielleicht zum Abschluss noch Es muss ein gewisse Organisation geben von Soundpapiers untereinander.

00:25:43: wie gut sind sie organisiert?

00:25:45: Gibt's auch welche die so mit Arbeit und damit beschäftigt sind sozusagen das Überleben zu sichern, dass sie ja gar nichts mehr anders denken können?

00:25:50: Wie möchtest du die Lage von Sound Papiers in der Schweiz einschätzen?

00:25:53: was das betrifft?

00:25:55: Ich glaube, das ist total bewundernswert, weil du hast natürlich recht.

00:26:00: Die Leute haben oft mehrere Jobs, um über die Runden zu kommen oder sehr zeitintensive Jobs.

00:26:04: Trotzdem haben sich in allen größeren Städten Zornpapier-Kollektive und Anlaufstellen gebildet.

00:26:11: Also ich glaub teilweise ganz aus Zornpaperinitiative und teilweise unter starker Mitwirkung.

00:26:18: Das sind auch alles Organisationen, die einen starken Wert darauf legen, dass die Menschen so viel wie möglich erstens in ihrer Heterogenität auch wahrgenommen werden.

00:26:27: Also das sind ja nicht alles irgendwie Menschen, die gleich ticken, sondern es sind halt Leute, die in einer ähnlichen rechtlichen Lage gelandet sind.

00:26:34: aber... Es gibt so viele individuelle Geschichten mit denen diese Empapiers hierher gekommen sind und gleichzeitig haben sie natürlich ein gewisses Interesse bestimmte Rechte zu erreichen und dafür engagieren Sie sich jeder nach dem was er kann.

00:26:47: Das machen natürlich nicht alle Aber es machen eine signifikante Anzahl.

00:26:52: Und die Anlaufstellen, die haben auch eine Dachorganisation und verletzen sich und versuchen möglichst auf vielfältige Weise diese Situation transparent zu machen öffentlich zu machen.

00:27:04: In Basels zum Beispiel dieses einen Buch entstanden von der Kraft des Durchhaltens.

00:27:09: Das ist ein irrer Prozess.

00:27:11: Es ist doch erstaunlich, wenn sich dann in Achtzig Leute zusammenfinden insgesamt die mitwirken an einem Buchprojekt Die haben Texte diskutiert, die haben Textes gemeinsam geschrieben.

00:27:19: Sie wissen wahnsinnig faszinierend das Projekt und ließt sich auch total gut.

00:27:24: man erfährt da auch ganz viel mehr noch über die vielen rechtlichen Herausforderungen alltäglichen Herausforderungen

00:27:30: die

00:27:31: Sonnenpapiers in der Schweiz ausgesetzt sind.

00:27:35: Die Geschichten von St.

00:27:36: Papier sind sehr unterschiedlich, allen Geschichten gemeinsam ist die Angst ist ein ständiger Begleiter.

00:27:43: Die Angst entdeckt und weggewiesen zu werden, die Angst bei einer Polizeikontrolle aufzufallen.

00:27:48: ,die Angst dass ein Gang zum Amt, zum Arzt oder zur Schule folgen haben könnte.

00:27:53: .Die Angst die Arbeitsstelle, die Wohnung oder den Kontakt zu eigenen Kindern verlieren.

00:27:58: Eine Unsicherheit, die schwer zu fassen ist, abstrakt aber mit ganz konkreten Folgen für die Betroffenen.

00:28:05: Sie prägt Entscheidungen Beziehungen Die Bewegungsfreiheit und das Gefühl in dieser Gesellschaft einen Platz zu haben oder eben nicht.

00:28:13: Für Menschen mit einer regulären Aufenthaltsbewilligung ist wohl kaum vorstellbar wie sehr eine solche Unsicherkeit den Alltag durchtrinkt.

00:28:22: Um diese Lebensrealitäten greifbarer und die betroffenen Menschen sichtbar zu machen, gibt es nun diese dreiteilige Serie.

00:28:29: Im aktuellen Surprise schreibt Lea Stuber von zwei Männern aus unterschiedlichen afrikanischen Ländern.

00:28:35: Es geht um den Glauben als mögliche Ankel und um die Frage nach Empowerment.

00:28:40: Wie kann man für eine Verbesserung der eigenen Situation kämpfen wenn man permanent unter Druck steht?

00:28:46: Die Geschichte über die beiden Schwestern aus Kolumbien von Sahra Winter ist in der Ausgabe in zwei Wochen zu lesen und ab dem XXIII.

00:28:54: Oktober beim Straßenhändler oder der Straßenhänderin deines Vertrauens zu kaufen.

00:28:59: Im dritten Teil der Serie geht es um Menschenhandel und sexualisierte Gewalt.

00:29:04: Klaus Petrus hat sich dieser Themen angenommen.

00:29:08: Das erwähnte Buch von der Kraft des Durchhaltens kann über die Anlaufstelle für Songpapier Basel bestellt werden, per Mail an baselezonpapiers.com.

00:29:17: Die entsprechenden Links finden sich in den Shownutz.

00:29:20: und zum Schluss noch ein Hinweis am sechsten November lancierte freien Surprise in Basel die Audio-Tour Leben im Schatten – Songpappier in Bassel.

00:29:29: Darin erzählen drei Songpappe aus ihrem Leben damit zumindest ihre Geschichten einer breiteren Öffentlichkeit bekannt werden Hörkombinat, Politik.

00:29:43: Es kombinierten Elvira Isenring und Dominik Dussek.

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